Bekannte Potenzmittel im Test

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Bekannte Potenzmittel im Test

Große Versprechen, kleine Wirkung: Potenzmittel im Test. Neue Studien besagen, dass etwa zwanzig Prozent aller Männer im Alter zwischen 40 und 70 Jahren in Österreich an Erektionsstörungen leiden. Vier bis sechs Millionen Männer leiden allein in Deutschland offiziell unter Errektionsstörungen – Dunkelziffer unbekannt. Viele versprechen sich von Potenzmitteln Hilfe. Doch bei einer aktuellen Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST erwiesen sich alle getesteten freiverkäuflichen Mittel aus Apotheke, Versand und Sexshops als unwirksam.

Bekannte Potenzmittel im Test – Artikelübersicht:

Lediglich rezeptpflichtige Mittel wie Viagra & Co. bringen aufrichtende Ergebnisse. Allerdings muss Mann teilweise mit erheblichen Nebenwirkungen rechnen. So kann bei einem Präparat Übelkeit und Erbrechen auftreten, ein anderes Mittel ruft in zu hoher Dosierung wiederum schmerzhafte Dauererektionen hervor.

Zudem verbietet sich Viagra, wenn gleichzeitig Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingenommen werden. Diese Kombination kann zu Herzstillstand führen. Bei den freiverkäuflichen Potenzmitteln konnte in klinischen Studien in keinem Fall die Wirksamkeit nachgewiesen werden. Von Spanischer Fliege, Liebes-Zucker oder Wollust-Tropfen kann Mann also getrost die Finger lassen.

Erektionsstörungen

Erektionsstörungen sind eine häufige Erkrankung in der zweiten Lebenshälfte. Ungefähr die Hälfte aller Männer zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr leiden an Erektionsstörungen, d. h. die Versteifung des Gliedes beim Geschlechtsverkehr ist unzureichend. Ein einfacher Selbsttest hilft Ihrem Arzt festzustellen, ob bei Ihnen Anzeichen einer Erektionsstörung vorliegen. In der medizinischen Fachsprache bezeichnet man dies als Erektile Dysfunktion (ED).

Von einer erektilen Dysfunktion sprechen die Mediziner, wenn der Betroffene über mehr als sechs Monate in drei Viertel aller Versuche nicht zu einer ausreichenden Erektion kommt, die Steifheit des Penis zum Geschlechtsverkehr also nicht ausreicht oder nicht lange genug anhält.

Unbehandelt können Erektionsstörungen die Lebensqualität beeinträchtigen, deshalb ist der Arzt genau der richtige Ansprechpartner. Der erste Schritt zur Diagnose der Erektilen Dysfunktion ist das vertrauensvolle Gespräch. Eine Diagnose der Erektilen Dysfunktion ist auch deshalb so wichtig, weil hinter solchen Störungen ernsthafte Grunderkrankungen stecken können, die vom Arzt erkannt und behandelt werden müssen.

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Sexuelles Problem Impotenz – Ursachen

In mehr als 70 % der Fälle sind organische Ursachen für die Erektile Dysfunktion nachweisbar. So beeinflussen Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes die Durchblutung des Penis.

Diabetes kann zusätzlich die Nerven schädigen, die für das Steifwerden des Penis notwendig sind. Auch Medikamente – wie gegen Bluthochdruck wirkende Betablocker und Entwässerungsmittel, Beruhigungsmittel, Antidepressiva, zur Krebsbehandlung eingesetzte Zytostatika – lassen die Lenden erlahmen. Auch bestimmte Lebensgewohnheiten können den normalen Ablauf der Erektion stören. Außerdem treten Erektionsstörungen nach bestimmten Operationen oder Unfällen und bei seelischen Erkrankungen auf.

Für die Impotenz bei jüngeren Männern sind dagegen vor allem Stress, Versagensängste, Depressionen – neun von zehn Männern mit schweren Depressionen haben auch Erektionsprobleme -, Partnerkonflikte oder in der Kindheit erlittener sexueller Missbrauch verantwortlich. Am Alter muss es nicht unbedingt liegen – immerhin jeder vierte über 80-Jährige kennt keine Erektionsprobleme.

Behandlungsmethoden bei erektiler Dysfunktion

Fest steht, dass es zur Überwindung von Impotenz kein Patentrezept gibt. Hilfreich ist sicherlich, dass die Partnerin vermehrt auf die sexuellen Wünsche des Mannes eingeht (und ihn ermuntert, solche Wünsche zu äußern). Dabei sollte jedoch die Gefahr bedacht werden, dass gerade durch diesen Sexualverhaltenswechsel der „Erfolgsdruck“ auf den Mann zu sehr steigt, was neuerliches Versagen zur Folge hat, welches dann eine noch größere Enttäuschung mit sich bringt. Ein solches Zusammenwirken muss demnach sehr behutsam geschehen, mit größtmöglichem Verständnis und Wohlwollen für den anderen.

Bei Erektionsstörungen haben wir es mit einem unterdiagnostizierten und unterbehandelten Krankheitsbild zu tun, das wie kaum ein anderes das Selbstwertgefühl des Mannes beeinträchtigt, die Lebensqualität reduziert, zu psychosomatischen Störungen, Depressionen oder Alkoholmissbrauch führen kann und nicht selten bei chronischen Störungen in Isolierung oder Einsamkeit endet.

Hat Ihr Arzt die Ursache der Erektionsstörung erkannt, so wird er Ihnen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. In dieses Gespräch sollten Sie auch Ihre Partnerin einbeziehen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Behandlungsformen mit und ohne Eingriff in den Körper.

Wagen Sie den ersten Schritt und sprechen Sie mit dem Arzt über Ihr Problem – nur so kann eine effektive Behandlung begonnen werden, durch die Ihre Lebensqualität und die Ihrer Partnerin steigen wird.

Potenzmittel im Test

Sex hält jung und gesund. Doch oft genug kann Mann nicht so, wie er gern möchte. Dann versprechen rezeptpflichtige Mittel wie Viagra & Co. sowie frei zugängliche Mittel aufrichtende Ergebnisse. Doch 34 von 43 Präparaten bleiben bei „mangelhaft“ oder „ungenügend“ hängen, nur sieben sind wirklich erhebend, sie schnitten mit „sehr gut“ ab. Für Männer mit Erektionsproblemen stehen zahlreiche Hilfs-Präparate zur Verfügung. Der Großteil von ihnen ist allerdings wirkungslos, ergab eine ÖKO-Test-Untersuchung.

Immerhin sieben der rezeptpflichtigen Produkte erhielten ein „sehr gut“, und nur eines (Afrodor 2000) ein „ungenügend“. Dieses Mittel kann laut ÖKO-Test-Experten bei wiederholter Anwendung zu Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und Bromakne führen. Entsprechende Warnhinweise fehlen aber im Beipacktext.

Schillernde Namen – keine Wirkung: Viele Potenzmittel sind Mogelpackungen

Die frei erhältlichen Potenzmittel sind laut ÖKO-Test-Ergebnis mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durchwegs unbrauchbar. „Pure Lust Liebestrank“, „Penis Kraft Dragees“, „Scharfmacher-Tropfen“ oder „Voodoo Ekstase Cocktail“:

So vielversprechend und fantasievoll die Namen der Produkte auch klingen mögen – ihr Inhalt taugt rein gar nichts. Bei keinem der getesteten Pillen, Tropfen und Dragees konnten die Tester eine sexuell anregende oder potenzfördernde Wirkung feststellen. Daran änderten auch die höchst unterschiedlichen Wirkstoffe in den bekannten Aphrodisiaka wie spanische Fliege, Damiana und Potenzholz nichts.

Alle getesteten rezeptfreien Produkte erhielten daher die Note „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Der Vollständigkeit halber muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass längst nicht alle am Markt befindlichen rezeptfreien Produkte getestet wurden und somit auch keine generelle und absolute Unwirksamkeit für alle rezeptfreien Produkte zu attestieren ist. Skepsis bleibt bei einer Vielzahl dieser Produkte jedoch durchaus angebracht.

In der Kategorie „rezeptfreie Potenzmittel / Nahrungsergänzungsmittel“ wurden folgende Produkte getestet:

  • Androxan 600 Potenz plus Energy, Kapseln
  • Aphrodisiacum I cum, Kapseln
  • Asco Libovital, Kapseln
  • Dr. Förster Lebenskraft Kapseln
  • Dr. med Grubel Sexual-Tonikum
  • Elixir Pure Classic Liebes-Cocktail, Lösung
  • Emasex-N Rektalkapseln
  • Erotisan-Vitaltrunk
  • Eumel-Bull-Kraft NE, Dragees
  • Gail Aphrodisiakum II trad., Kapseln
  • Intercost Scharfmacher-Tropfen
  • Intercost Ständer-Tropfen
  • Liebes-Kapseln
  • Liebes-Zucker
  • Muira Puama Potenz-Tropfen
  • Penis Kraft Dragees
  • Peper Erotin M, Dragees
  • Potency Total Penis + Potenzstärker, Kapseln
  • Potenzholz-Bomben, Kapseln
  • Potenz Stärker, Dragees
  • Repursan, Tabletten
  • Roburplus, Pulver
  • Sexfix-prompt formula C, Kapseln
  • Spanische Fliege, Kapseln
  • Spanische Fliege D5, Tropfen
  • Vitamehr Female Passion, Kapseln
  • Vitamehr Hyperviril Forte, Kapseln
  • Voodoo Ekstase Cocktail Liebestropfen
  • Wollust-Tropfen – Liebes-Tropfen
  • Yohimbinum D4, Tropfen

Bei den wirkungslosen und rezeptfreien 16 Produkten kritisierten die Tester, dass die Inhaltsstoffe nicht ausreichend deklariert wurden. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln mit angeblich potenzfördernder Wirkung wurden in der Zutatenliste zwar die verwendeten Extrakte, nicht aber die Art der Herstellung und die Menge genannt. Als medizinisch bedenklich erwiesen sich 11 Produkte, in denen Alkohol in konzentrierter Form verwendet wird. In Medikamenten oder Stärkungsmitteln kann dieser nicht nur zum Missbrauch verführen, sondern mit anderen Wirkstoffen auch unerwünschte Nebenwirkungen verursachen.

Dennoch hat Mann keinen Grund, sich hängen zu lassen. Viele rezeptpflichtige Potenzmittel bringen nämlich erfreuliche Ergebnisse. Sieben von zehn rezeptpflichtigen Präparaten, darunter die Potenzpillen Viagra, Cialis und Uprima, erhielten immerhin die Note „sehr gut“. Lediglich eines, Afrodor 2000, wurde mit „ungenügend“ bewertet. Doch auch bei den wirksamen Präparaten müssen Männer teilweise erhebliche Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Übelkeit, Erbrechen und schmerzhafte Dauererektionen sind keine Seltenheit. Zudem darf Viagra nicht in Kombination mit Medikamenten zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingenommen werden.

ÖKO-Test-Empfehlungen

  • Frei verkäufliche Produkte aus Sexshops und dem Versandhandel sind ihr Geld zumeist nicht wert.
  • Die Ursachen von Erektionsstörungen sollten von einem Arzt geklärt werden.
  • Bei psychisch bedingten Störungen können wirksame, rezeptpflichtige Präparate einen Ausweg bieten. Der Teufelskreis von Versagen – Angst vor dem Versagen – erneutes Versagen kann mitunter durchbrochen werden.
  • Eine Alternative sind so genannte Vakuumpumpen, die mechanisch funktionieren. Die Anwendung ist einfach, sicher und nebenwirkungsarm. Nachteil: Der zum Blutstau angelegte Ring kann die Ejakulation beeinträchtigen.

Rezeptpflichtige Potenzmittel im Überblick

Der Klassiker. Viagra© (Wirksubstanz Sildenafil) wird als Tablette ca. 1 Stunde vor der geplanten sexuellen Aktivität eingenommen und unterstützt dann die natürliche Peniserektion bei entsprechender sexueller Erregung. Viagra ist ein PDE-5-Hemmer und wirkt gefäßerweiternd im Penis, es ist kein Hormonpräparat und kein Aphrodisiakum, d. h. es hat keine Wirkung auf das Lustempfinden. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat Viagra am 27.3.1998 zugelassen. Dieses aus der Pfizer-Forschung stammende Präparat, welches ursprünglich gegen Herzinsuffizienz getestet wurde, führte entgegen den Erwartungen bei den Testpersonen zu intensiveren Erektionen.

Das Potenzmittel Cialis© mit dem Wirkstoff Tadalafil wirkt länger als Viagra. Die Wirkung kann sich bereits nach 16 Minuten zeigen und bis zu 24 Stunden andauern. Cialis ist wie Viagra ein so genannter Phosphodiesterase-5-Hemmer und bewirkt damit eine bessere Durchblutung im Penis.

Der Wirkstoff Tadalafil hat eine grundlegend andere Struktur als der von Viagra. Das ermöglicht den Betroffenen einen zeitlichen Freiraum für sexuelle Aktivitäten. Die Verträglichkeit ist an 4.000 Patienten getestet worden. Häufigste Nebenwirkungen waren bei 14 Prozent der Testpersonen Kopfschmerzen und bei 10 Prozent Sodbrennen. Allgemein ist die Pille jedoch gut verträglich. Cialis darf keinesfalls gleichzeitig mit Nitraten, die beispielsweise in Herzmedikamenten enthalten sind, eingenommen werden.

Mit Vardenafil (Levitra©) von Bayer AG und GlaxoSmithKline (GSK) ist noch ein Viagra-Konkurrent in Europa zugelassen. Vardenafil (Levitra©) gehört wie Sildanafil (Viagra ©) und Tadalafil (Cialis ©) zu der Substanzgruppe der selektiven Phosphodiesterasehemmer (PDE-5-Hemmer) und entfaltet seine Wirkung durch direkte Förderung der Durchblutung im Penis. Kopfschmerzen, Vasodilatation (Flush), Rhinitis, Übelkeit, Schwindel und Dyspepsie sind die häufigsten Nebenwirkungen. Es ist anzunehmen, dass die Kontraindikationen, die für Viagra und Cialis gelten, auch für Levitra gültig sind.

Uprima© heißt die neue Hoffnung für rund fünf Millionen deutsche Männer mit Potenzstörungen. Uprima wirkt zentral im Gehirn schnell und sicher gegen Potenzstörungen. Die winzig kleine Tablette mit dem Wirkstoff Apomorphinhydrochlorid löst sich rasch unter der Zunge auf und wirkt bei gleichzeitiger sexueller Stimulierung in der Regel schon nach 10 bis 20 Minuten, wie in Studien mit mehr als 5.000 Männern bewiesen wurde. Uprima ist bei Patienten, die Nitrate einnehmen, nicht kontraindiziert. Es kann deshalb auch von Patienten, die mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt werden – allerdings nur nach Rücksprache mit dem Arzt – eingenommen werden.

Anmerkung:: Für die Behandlung einer Erektionsstörung stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. In jedem Fall muss eine genaue Abklärung der Ursache durch einen Urologen erfolgen, der Ihnen die passendste Methode vorschlagen wird. In der Mehrzahl der Fälle müssen oben genannte Präparate übrigens privat bezahlt werden, wobei auch hier die Abgabe durch den Apotheker nur dann erfolgt, wenn das Rezept von einem Facharzt ausgestellt worden ist. Die Kosten liegen je Präperat zwischen 10,00 und 18,00 EUR pro Tablette, wobei zu beachten ist, dass Tabletten gegebenenfalls geteilt werden können und die Dosierungen je Produkt und Hersteller variieren können.

Die Beschaffung oben genannter Mittel über das Internet ist zwar möglich, doch ist von dieser Möglichkeit strengstens abzuraten. Denn eine Behandlung ohne eine genaue Abklärung durch den Arzt birgt die Gefahr, wichtige Erkrankungen zu übersehen und rechtzeitig zu behandeln.

Sexuelle Gesundheit ist hierzulande auch im 21. Jahrhundert immer noch kein anerkanntes und ernsthaftes Thema. Dabei sind die Fakten eindeutig: Etwa jeder dritte Mann und jede zweite Frau klagen über sexuelle Probleme. Es ist unstrittig, dass Sexualstörungen ein bedeutsames Gesundheitsproblem sind. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen sexuellen Störungen und Partnerschaftsproblemen. Sexuelle Probleme führen zu zahlreichen psychosomatischen Folgeerscheinungen.

Trotz des enormen Medieninteresses am Thema Sexualität zeigen sowohl die Praxiserfahrungen als auch verschiedene Studien und Umfragen, dass sich an der großen Sprachlosigkeit sowohl auf Seiten der Betroffenen – Männer wie Frauen – als auch auf Seiten der Ärzte und Psychologen kaum etwas geändert hat. Nur 20 bis 30 % der Ärzte und der Patienten sprechen das Thema Erektionsstörungen in der Praxis an.

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Quelle:

¹ – ÖKO-Test: Potenzmittel


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